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Yakady: Ein digitales Werkzeug, das Aufenthaltsrecht verständlich macht 

Für Menschen, die in Deutschland ein Bleiberecht haben, sind Fristen essenziell. Denn Aufenthaltsfristen müssen permanent verlängert werden.  Für Tamanna Assad, war das Alltag. Schon als Kind erlebte sie das deutsche Aufenthaltsrecht als unzugänglich und kompliziert. Später, als sie in einem Verein die Rechtberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung leitete, stellte sie fest, wieviel Zeit in  in analogen Prozessen und der Einarbeitung in das komplexe deutsche Aufenthaltsrecht verlorenging. Um dies zu ändern, entwickelt sie gemeinsam mit ihrem Gründerteam Yakady - einen interaktiven, mehrsprachigen digitalen Fragebogen. Dieser soll es künftig ermöglichen, den passenden Aufenthaltstitel zu ermitteln und Anträge schnell und einfach bei der zuständigen Behörde zu stellen.

„Ich wollte, dass Menschen nicht länger davon abhängig sind, ob jemand Zeit für sie hat oder Wissen gerade verfügbar ist. Es braucht digitale Werkzeuge, die Eigenständigkeit ermöglichen“, sagt Tamanna.

Yakady setzt genau hier an, mit dem Ziel, den Zugang zum Aufenthaltsrecht zu vereinfachen. Durch einfache, mehrsprachige Fragen werden Ratsuchende Schritt für Schritt durch die rechtlichen Voraussetzungen geführt. So entsteht ein Werkzeug, das komplexe Verfahren verständlich macht, Beratungsstellen entlastet, Abläufe digital abbildet und Wissen zum Aufenthaltsrecht für Ratsuchende wie auch Behörden zugänglich macht.

„Die Idee entstand während meines juristischen Referendariats. Mir wurde damals besonders bewusst, wie komplex und zeitaufwendig das deutsche Aufenthaltsrecht selbst für erfahrene Kolleginnen und Kollegen ist. Oft bleibt schlicht nicht genug Zeit, um dieses Wissen an Nachfolgerinnen und Nachfolger weiterzugeben.“

Hier traf Tamanna den Mitgründer Johannes Lippold. Aus einer Lerngruppe wurde das Gründerteam und Konzept für Yakady. Bereits kurz danach wurde das StartUp ins Inkubatorprogramm der Köber-Stiftung in Hamburg aufgenommen. Noch während des Programms entstand ein erster Prototyp, der derzeit erfolgreich in mehreren Beratungsstellen getestet wird. Seit Juli 2025 wird Yakady durch das Grünungsstipendium Schleswig-Holstein gefördert. 

„Wir nutzen die Unterstützung, um unsere Idee weiterzuentwickeln, das digitale Konzept auszuarbeiten und es an die unterschiedlichen und sich stetig wandelnden behördlichen Anforderungen anzupassen.“ sagt Johannes Lippold. 

Im Sommer 2026 soll dann die App und Webanwendung veröffentlicht werden. Übrigens: Yakady kommt gut an. So gewann das Gründerteam im September 2025 den Social Impact Award, im Oktober folgte der Jury-Preis des Körber-Inkubators.

Die Köpfe hinter Yakady

Tamanna Assad ist Gründerin von Yakady. Die Juristin wuchs in Kiel auf und bringt ihre Erfahrung aus der migrationsrechtlichen Beratung in die Produktentwicklung ein.

Johannes Lippold ist Mitgründer und verantwortet die organisatorische und finanzielle Steuerung des Unternehmens.

Quan Nguyen ergänzt das Team und ist zuständig für die technische Umsetzung und Systemarchitektur.

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Ansprechpersonen

Wer steckt hinter dem Gründungsstipendium?

Gemeinsam mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH hat das Land Schleswig-Holstein für den Zeitraum 2016 bis 2027 4,6 Millionen Euro bereitgestellt. Die Vergabe der Stipendien erfolgt durch die WTSH – Wirtschaftsförderungs- und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH.

IB.SH
MBG
Schleswig-Holstein

Ihr Ansprechpartner

Broder Fischbach, Ansprechpartner für das Gründungsstipendium SH
Broder Fischbach
Projektmanager startuphub.SH
Telefon: +49 431 66 66 6 - 849
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